Die musikalischen Visionen des Alexander Scriabin

Alexander Scriabin (Foto: Wikipedia, gemeinfrei)In meinem Beitrag „Musik ist meine Religion“ – übrigens eine von vielen Musikliebhabern geteilte Erkenntnis – bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Musik Trost, Hoffnung und Ekstase bieten und somit über eine spirituelle Kraft verfügen kann, die Menschen emotional verbindet und glücklich macht. Bei meinem Stöbern in der neueren Musikgeschichte bin ich kürzlich auf Alexander Scriabins (1872 – 1915) Werk gestoßen. Dieser russische Komponist war in seinem späteren Leben sehr tief in der Theosophie verwurzelt. Musik war für ihn nicht nur eine Kunstform, sondern das Medium um höhere Bewusstseinszustände zu erreichen und damit beim Hörer eine Metamorphose zur Spiritualität in Gang zu setzen. In seiner Musik war er äußerst innovativ: Seine Rhythmik und seine Klangfarben waren unkonventionell und machten ihn gewissermaßen zu einem Vorreiter der späteren Moderne. Scriabin entwickelte einen spezifischen, sechs Töne umfassenden Akkord, den er den „Mystischen Akkord“ nannte. Er war überzeugt davon, dass sich in dieser Harmonie göttliche Kräfte verwirklicht hätten. Man findet ihn in so gut wie sämtlichen Werken seiner zweiten Schaffenshälfte.

 

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Heinrich Heines Spanien

Heinrich Heine (Ausschnitt aus einem Gemälde von Moritz-Daniel Oppenheim – Kunsthalle Hamburg)

Seit meiner Jugend bin ich ein glühender Verehrer der Schriften Heinrich Heines (1797 – 1856). Seine fast alltägliche, einfache und, nach meinem Empfinden, sehr moderne Sprache hat mich immer wieder begeistert. Er redete von Deutschland- und seinen damaligen politischen und gesellschaftlichen Problemen zwar sehr kritisch und meist auch satirisch, aber nie destruktiv. Das unterscheidet ihn von den heutigen notorischen Miesmachern und Nörglern in unserem Land. Zugegeben, Heine hatte es da einfacher, denn er lebte einen Großteil seines Lebens als Emigrant in Paris und Deutschland war im Grunde nur seine „poetische Heimat“. Reisen nach Italien, England und die Niederlande ließen ihn zu einem überzeugten Europäer werden, der jeden chauvinistischen Nationalismus verabscheute.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Heinrich Heines Spanien

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Ich will kein Patient sein!

Wilhelm Buschs „Lehrer Lämpel“ könnte auch ein Besserwisser-Chefarzt sein!

„Ich will kein Patient sein“, es ist kaum vorstellbar, dass nicht jeder von uns diesen Ausruf, in entsprechenden Situationen, von sich geben würde. Unabhängig von der Feststellung, dass man erst krank sein muss, bevor man Patient eines Arztes, einer Ärztin oder eines Ärzte-Teams wird, und man diesen Zustand niemals herbeiwünscht, ist jedes Verhältnis von Arzt zu Patient mit Problemen belastet. Auf der Patientenseite spielt das Gefühl der Abhängigkeit eine ganz zentrale Rolle. Die Verquickung von medizinischem Fachwissen des Arztes oder der Ärztin mit dem Bedürfnis nach Vertrauen und die Verletzlichkeit im Zustand der Krankheit, schafft eine Hierarchie, in der der Arzt die Oberhand hat. Der Patient muss sich dem Arzt unterordnen und ihn oder sie vorübergehend als Herr über seine physische Existenz anerkennen. Nur unter diesen Voraussetzungen ist ein Vertrauensverhältnis zum behandelnden Arzt aufbaubar, der seinerseits die Motivation des Kranken, bei der Therapie mitzumachen, dringend benötigt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ich will kein Patient sein!

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Schlechte Luft

Vom Wind bewegt: Wolken

Das Umweltbundesamt, Deutschlands zentrale Umweltbehörde mit Sitz in Dessau, beantwortet auf ihrer Website die Frage „Wie lüfte ich richtig?“ mit deutscher Gründlichkeit und ultimativer Kompetenz. Dabei geht es um nichts anderes als „Fenster auf oder Fenster zu“ zur Vermeidung von „dicker Luft“ im Raum, d.h. die Anreicherung verschiedenster Schadstoffe in der Luft sowohl durch Ausdünstungen von Möbeln und Textilien als auch im Zusammenhang mit menschlichen Aktivitäten.

Die Angst vor schlechter, krankmachender Luft geht zurück bis in das Altertum. Der Ursprung des berüchtigten „Sumpffiebers“ wurde schon von Hippokrates als ein durch die Luft von Sumpfgebieten verursachtes Leiden vermutet.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Schlechte Luft

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Vergessen: Die erste Symphonie in E-Dur von Hans Rott

Grabstein für Hans Rott in Wien (Foto: Wikipedia)

Die Musikgeschichte ist immer wieder für Überraschungen gut. Per Zufall erfuhr ich eines Tages von einem Musiker namens Hans Rott, der eine gewisse Bedeutung für das Werk Gustav Mahlers gehabt haben soll. Später habe ich dann eine Aussage Mahlers über seinen längst verstorbenen Komponisten-Kollegen gelesen:  (zitiert nach Thomas Leibnitz, 2000): „Was die Musik an ihm verloren hat, ist gar nicht zu ermessen: zu solchem Fluge erhebt sich sein Genius schon in dieser Ersten Symphonie, die er als zwanzigjähriger Jüngling schrieb und die ihn – es ist nicht zu viel gesagt – zum Begründer der neuen Symphonie macht, wie ich sie verstehe. Allerdings ist das, was er wollte, noch nicht ganz erreicht. Es ist, wie wenn einer zu weitestem Wurfe ausholt und, noch ungeschickt, nicht9 völlig ans Ziel hintrifft. Doch ich weiß, wohin er zielt. Ja, er ist meinem Eigensten so verwandt, dass er und ich mir wie zwei Früchte von demselben Baum erscheinen, die derselbe Boden gezeugt, die gleiche Luft genährt hat. An ihm hätte ich unendlich viel haben können und vielleicht hätten wir zwei zusammen den Inhalt dieser neuen Zeit, die für die Musik anbrach, einigermaßen erschöpft.“  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Vergessen: Die erste Symphonie in E-Dur von Hans Rott

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